Gelebte Tradition im Hotel im Zillertal

Von der unvergleichlichen Ursprünglichkeit der Natur sind das Leben und die Menschen im Zillertal geprägt. Man weiß um die den Reichtum, den sie schenkt und auch im Hotel Theresa ist man Stolz auf seine Heimat. Wir lieben es in der abwechslungsreichen Landschaft unterwegs zu sein, egal ob im Sommer bei einer Wanderungen oder einer Tour mit dem Bike oder im Winter, beim Skifahren oder Rodeln. Darüber hinaus ist uns unsere Tradition sehr wichtig. Wir verstehen sie als unser kulturelles Erbe, das wir gerne immer einbeziehen und dem wir mit unserem Gedanken der Nachhaltigkeit Ehre erweisen.

Bewusstsein für die Region

Wie jeder weiß, schlägt mein Herz für Antiquitäten, weil sie Geschichten erzählen und unter anderm traditionelles Handwerks zu uns ins Hotel Theresa bringen. Es freut mich immer sehr, wenn unsere Gäste diese Leidenschaft für diese wertvollen Einzelstücke teilen. Wir kombinieren sie ja gerne mit modernen Elementen, es ist ja durchaus en vogue Tradition und Moderne zu verbinden. Zum Dirndl eine flotte Jeansjacke, zur Lederhose ein paar Sneakers. Die Jugend macht es vor. Was beim Dirndl durchaus erlaubt und von Modemagazinen unterstützt wird, gilt allerdings nicht für die Zillertaler Tracht.

Ein Stück Kulturgut zum Anziehen

Sie ist der Inbegriff von alpiner Eleganz, die Zillertaler Tracht. Wohl keine andere für eine Region so typische Bekleidung ist so festliche wie die Variante aus dem Zillertal. Während die Tracht in manch anderen Regionen eher bäuerlich gehalten ist, besticht die Zillertaler Tracht speziell in der Festtagsvariante bei Damen mit ihrem feinen Stoff und den Samtelementen. Man unterscheidet die Werktagstracht, die in rot und blau bestickt ist und das Röckl, das man an hohen Feiertagen trägt. Die Männer sind im Tuxer, in seinem traditionellen Grau, besonders fesch. Egal ob Musik oder Schützen, kein Traditionsverein kommt ohne sie aus und auch unsere Familie hat natürlich jeweils die Tracht im Schrank hängen. Bei Festen wie dem Gaudafest (nächster Termin 30. April - 03. Mai 2020) oder auch beim Almabtrieb (nächster Termin 28.09.2019) ziehen wir sie selbstverständlich an. Wer meint man spaziert einfach in ein Geschäft um die Zillertaler Tracht zu kaufen, der täuscht sich. Sie wird in echter Handarbeit hergestellt. Nur wenige Schneider beherrschen diese Kunst und die Warteschlange ist lange.

Gemütlich, wärmend, einfach fesch!

Hingegen leichter zu erwerben sind Doggln, Filzpatschen bzw. Filzschuhe die sich hervorragend als Urlaubsmitbringsel eigenen. Die typischen Doggln werden bereits in dritter Generation von der Familie Hartl in Stumm im Zillertal herggestellt. In der kleinen Zillertaler Schuhmanufaktur entstehen mit großem Traditionsbewusstsein superwarme Schlappen, die die Leute früher sogar im Winter zum Kirchgang trugen. Ich könnte an dieser Stelle noch so viel über Doggln und ihr heute schon teilweise modernen Design schreiben, ich denke sogar demnächst in einem eigenen Beitrag dazu.

Schmuck fürs Vieh

Wenn man an das Zillertal und seine Tradition denkt, darf er Almabtrieb nicht fehlen. Bevor die Tiere ihren Weg von der Sommerfrische auf der Alm wieder ins Tal antreten, werden sie von den Bauern mit handgebundenen Buschen, Bändern und Kränzen geschmückt. Ein festes Schmuck- bzw. Bindemuster gibt es nicht. Kuh trägt was ihr bzw. dem Bauern gefällt. Einig geregelt ist, dass die Leitkuh, die in der Herde eine wichtige Rolle einnimmt und sie auch beim Almabtrieb anführt, meist ein Kreuz oder ein Heiligenbild in ihrem Schmuck trägt. Dies setzt sich aus Blumen, Korn und verschiedenen Gräsern zusammen. Der Almabtrieb (nächster Termin 28.09.2019) ist sowieso eine gute Möglichkeit nähren Einblick in die verschiedenen Traditionen zu erhalten. Viele Einheimische tragen die Tracht, beim Bauernmarkt gibt es Spezialitäten wie Zillertaler Krapfen zu verkosten und Handwerkskunst wie Korbflechten, Schnitzen oder auch Schnapsbrennen, zu bestaunen. Mehr Zillertal an einem Tag geht einfach nicht!

Bildnachweis:
Titel & Almabtrieb: TVB Mayrhofen/Norbert Freudenthaler
Trachtenfrauen: TVB Mayrhofen/Paul Wechselberger

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